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Wann ist ein Döner ein Döner? Und was ist ein „Drehspieß“?

Definition aus dem Lebensmittelrecht

Symbolfoto

Oft erste Wahl für eine Mahlzeit vor oder nach dem Feiern oder einfach, wenn man keine Lust zum kochen hat: Der Döner ist aus der kulinarischen Landschaft Deutschlands nicht mehr wegzudenken. Doch was genau ist ein Döner?

Die Antwort erscheint simpel: Fladenbrot, Gemüse wie Salat, Kraut, usw., Knoblauchsauce und Kebabfleisch. Aber für die deutsche Bürokratie ist die Frage nicht so einfach zu beantworten, denn es gibt die sogenannte „Dönerverordnung“.

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Das deutsche Lebensmittelrecht unterscheidet zwischen dem Begriff „Döner“ bzw. „Döner Kebab“ und „Drehspieß“, denn als Döner darf sich nur bezeichnen, was maximal einen Hackfleischanteil aus grob entsehntem Rindfleisch und/oder Schaffleisch von 60 Prozent enthält. Da Hackfleisch günstiger ist als die dünnen Fleischscheiben, aus denen der Spieß sonst besteht, wird sich dieser Grenze gerne angenähert oder sogar überschritten.

Aber nicht nur die „Fleischverteilung“ ist wichtig bei der Feststellung, ob es sich um einen Döner handelt. Denn neben Salz und Gewürzen dürfen nur Eier, Zwiebeln, Öl, Milch und Joghurt enthält ein „Döner Kebab“ keine weiteren Zutaten. Weitere Zutaten machen den Döner rechtlich gesehen zum Drehspieß.

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Nun soll auch im Saarland die Einhaltung der „Dönerverordnung“ stärker kontrolliert werden. Bei Verstößen drohen dem Imbiss laut dem deutschen Lebensmittelbuch bis zu 200 Euro Bußgeld. Dann heißt es abwarten, ob der Dönerladen um die Ecke bald nur noch als „Drehspießimbiss“ bekannt ist.

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