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Grüne und CSU fordern höhere Fleischpreise

Kritik von den Linken

Symbolfoto

Berlin/Saarbrücken. Nachdem in den vergangenen Tagen die deutsche Fleischindustrie wegen vermehrter Corona-Fälle in Fleischfabriken in die Kritik geraten ist, fordern nun Politiker der Grünen als auch der CSU unter anderem eine Erhöhung der Fleischpreise.

Der Grünen-Chef Robert Habeck legte hierzu einen Sieben-Punkte-Plan für die Fleischindustrie vor. Darin fordert Habeck nicht nur einen Mindestpreis für Tierprodukte als auch bessere Haltungsbedingungen für die Tiere, sondern auch ein Verbot von Werksverträgen über Subunternehmen, bessere Entlohnung für die Beschäftigten in der Fleischindustrie als auch die Ausweitung staatlicher Kontrollen in der Branche.

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Für eine Erhöhung der Fleischpreise hat sich ebenfalls die CSU ausgesprochen. Georg Nüßlein, der Fraktionsvize der Unionsfraktion im deutschen Bundestag, bringt in diesem Zusammenhang eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ins Spiel. „Der unanständige Preiskampf beim Fleisch ist die Wurzel vieler Übel. Er bringt unsere Landwirte in Existenznöte, schadet dem Tierwohl und ist für die problematischen Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen verantwortlich“, sagte der CSU-Politiker gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“ am Montag.

Auf Kritik stoßt der Vorstoß bei der saarländischen Landtagsfraktion der Linken. In einer Pressemitteilung verweist der ehemalige Ministerpräsident Oskar Lafontaine darauf, dass bei schärferen Mindestlohn-Kontrollen in der Fleischindustrie sowohl die Löhne der Beschäftigten als auch die Fleischpreise steigen würden. Eine Preis-Erhöhung nennt der Politiker „zutiefst ungerecht und nicht ernsthaft vertretbar„.

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