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Vorsicht vor Zeckenbissen: Gesundheitsministerium rät zu Schutz vor Zecken

Warnung vor Krankheiten

Symbolfoto

Saarbrücken. Sommerzeit ist Zeckenzeit, auch im Saarland. Das saarländische Gesundheitsministerium warnt deshalb vor Zeckenbissen, denn diese können schlimme Folgen haben. „Die Tiere übertragen verschiedene Krankheiten, wie zum Beispiel Borreliose, die für den Menschen sehr gefährlich werden können. Mit den richtigen Schutzmaßnahmen können wir die Zeit an der frischen Luft dennoch genießen“, so Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU).

Wie schützt man sich am besten vor Zecken?

  • Halten Sie sich nicht in hohem Gras oder im Unterholz auf, da diese Orte von Zecken gern genutzt werden, um nach potenziellen Wirten Ausschau zu halten.
  • Tragen Sie Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen. Gegebenenfalls sollten Socken über die Hosenbeine gezogen- und festes Schuhwerk getragen werden. Zecken klettern nicht höher als 1,50 Meter und klammern sich daher mit Vorliebe an den Hosenbeinen fest
  • Tragen Sie helle Kleidung, darauf lassen Zecken sich besser erkennen.
  • Verwenden Sie insektenabweisende Mittel.
  • Suchen Sie nach einem Aufenthalt in der freien Natur Ihren ganzen Körper oder den Ihrer Kinder nach Zecken ab. Die winzigen Achtbeiner bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Deshalb sollten Sie sich in den Kniekehlen, im Bauch- und Brustbereich sowie im Schritt gründlich nach Zecken absuchen. Bei Kindern sind außerdem Kopf, Haaransatz und Nacken häufig betroffen.
  • Entfernen Sie die Zecke schnellstmöglich, denn der Borreliose-Erreger braucht mindestens 12 Stunden, um in den menschlichen Organismus übertragen zu werden.

Was ist beim Entfernen von Zecken zu beachten?

  • Körper der Zecke nicht quetschen – Es gibt spezielle Zangen, Pinzetten, Schlingen oder Zeckenkarten. Anschließend sollte die Stichstelle in den Tagen danach kontrolliert und auf das körperliche Befinden geachtet werden.
  • Unter Umständen sollten Sie einen Hausarzt aufsuchen.

Wie erkenne ich, dass ich erkrankt bin?

Nicht alle Zecken tragen Krankheiterreger in sich. Die beiden häufigsten Erkrankungen sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose. Gegen diese durch Zecken verursachten Krankheiten ist die Medizin nur bedingt gerüstet.

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FSME: Im Zuge des Krankheitsverlaufs kommt es zunächst zu grippeähnlichen Symptomen mit mäßigem Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindelgefühl. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche (bis zu 20 Tagen) entsteht bei etwa 10% der Infizierten eine Hirnhautentzündung. Eine spezifische Behandlungsmöglichkeit beim Auftreten einer Hirnhautentzündung durch FSME gibt es bis heute nicht. Aber es gibt einen wirksamen Impfschutz. Deshalb empfiehlt das Gesundheitsministerium allen Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten werden, diese Schutzimpfung.

Borrelien: Um die Stichstelle bildet sich eine Rötung, die in der Mitte bereits blasser wird oder es kommt zu sonstigen scheinbar unerklärbaren Beschwerden. Die Lyme-Borreliose tritt weltweit auf; sie ist in der nördlichen Hemisphäre die am häufigsten durch Zecken übertragene Infektionskrankheit. Bei einer Infektion hilft eine frühzeitige antibiotische Therapie, um weitere Krankheitsfolgen zu vermeiden.

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Neu ist die Erkenntnis, dass auch Auwaldzecken die FSME auf den Menschen übertragen können. Deren Aktivität umfasst den Zeitraum Februar/März bis in den Mai hinein und ab August bis zum Beginn des Winters. Damit erweitert sich der Zeitraum einer Ansteckungsmöglichkeit. Bisher ging man davon aus, dass der gemeine Holzbock die Zeckenart ist, die als Überträger für den Menschen in Deutschland gilt. Deren Aktivitätszeitraum ist von März bis Oktober/November definiert.

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