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Saarländische Metall- und Elektroindustrie überdurchschnittlich stark von Corona betroffen

Produktionseinschränkung bei 9 von 10 Unternehmen

Symbolfoto

Saarbrücken. Die saarländische Metall- und Elektroindustrie leidet stärker unter der Corona-Krise als die Unternehmen im Bundesdurchschnitt. Dies ging aus einer Blitzumfrage des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) unter seinen Mitgliedsunternehmen hervor.

Demnach mussten 9 von 10 Unternehmen ihre Produktion einschränken. Nur acht Prozent der befragten Unternehmen im Saarland gaben an, dass sie ihre Produktion nicht zurückfahren mussten (bundesweit neun Prozent). 26 Prozent gaben an, dass sie mit sehr starken Produktionseinschränkungen zu kämpfen haben.

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Ebenfalls geht aus der Umfrage hervor, dass die Branche mit massiven Umsatzrückgängen rechnet. Demnach werden Umsatzrückgänge von 24,7 Prozent prognostiziert. Insbesondere in der Elektroindustrie (27,5 Prozent) und im Fahrzeugbau (26,7 Prozent) werden massive Einbrüche erwartet. 92 Prozent der saarländischen Metall- und Elektrounternehmen rechnen mit weniger Umsatz als im vergangenen Jahr, bundesweit sind es nur 84 Prozent.

Durch den Corona-Shutdown ist ebenfalls die Auslastung der Produktionsanlagen zusammengebrochen. Mit einer bundesweiten Auslastung von 65 Prozent liegt der Wert sogar noch unterhalb dem Tiefststand während der Finanzkrise Mitte 2009 (67 Prozent). Im Saarland liegt die Auslastung der M+E-Unternehmen gerade mal bei 60,3 Prozent.

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Um die angeschlagene Branche zu unterstützen bringt der ME Saar Konjunkturpakete ins Spiel, denn 82,6 Prozent der Unternehmen im Saarland gaben fehlende Nachfrage als das größte Produktionshemmnis an. Ebenfalls genannt werden Mangel an Ersatzteilen und fehlende Arbeitskräfte aufgrund von Krankheit als auch der Kita- und Schulschließungen.

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