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Arbeitskammer warnt vor Verschärfung der Bildungsbenachteiligung

Appell an die Regierung

Klassenraum

Saarbrücken. Die Arbeitskammer des Saarlandes begrüßt die von der Landesregierung beschlossene Öffnung der saarländischen Schulen. Dies sei ein wichtiges Signal für alle Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig warnt die Arbeitskammer vor einer nachhaltigen Verschärfung der Bildungsbenachteiligung.

„Auch für die Zeit nach der Krise bedarf es weiterer politischer Anstrengungen für mehr Chancengleichheit in unserem Bildungssystem. Insbesondere Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Lebensverhältnissen und mit erhöhtem Förderbedarf gehören dabei ganz oben auf die bildungspolitische Agenda„, so der Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer des Saarlandes Thomas Otto. „Das ist ein Gebot der Solidarität für diejenigen, die am stärksten unter der aktuellen Situation leiden und keine große Lobby haben.“

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Besonders stark betroffen von den Schulschließungen sind nach Meinung der Arbeitskammer Kinder, die in prekären sozialökonomischen Lebensverhältnissen aufwachsen, die deutsche Sprache nicht beherrschen oder einen besonderen pädagogischen Förderbedarf haben. „In der aktuellen Krise muss auch ihre Situation wieder stärker in den Mittelpunkt rücken,“ so Otto.

Der Hauptgeschäftsführer der AK Saarland kritisiert die Bildungspolitik der Bundesregierung. „Jetzt zeigen sich in aller Deutlichkeit die bildungs- und sozialpolitischen Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte,“ so Otto. „Dafür muss vor allem auch der Bund mehr Geld in die Hand nehmen, um die Länder zu unterstützen.“ Begrüßt wird hingegen das 500-Millionen-Programm des Bundes zur Sofortausstattung von Schulen mit digitalen Lerninhalten und von bedürftigen Schülerinnen und Schülern mit digitaler Hardware.

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Weiter warnt die Arbeitskammer des Saarlandes vor einem Investitionsstau im Bildungsbereich aufgrund der Corona-Krise. „Wenn wir verhindern wollen, dass die soziale Schere im Bildungssystem nicht noch weiter auseinandergeht, müssen bereits jetzt strukturelle Lösungen politisch angegangen werden“, so Otto.

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