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Windräder tagsüber abgeschaltet wegen Rotmilan

Schutz der gefährdeten Art

Symbolfoto

Saarbrücken. Tagsüber stehen im Saarland derzeit zahlreiche Windräder still. Grund dafür ist eine Anordnung des saarländischen Umweltministeriums, um den gefährdeten Rotmilan in seiner Brutzeit nicht zu stören.

Diese Maßnahme ist notwendig geworden, weil die Vegetation unterhalb der Windräder aufgrund der trockenen letzten Monate weder hoch noch dicht genug ist. Aber genau dort ist eine dicht bewachsene Fläche wichtig, damit der Rotmilan nicht eben da auf Jagd geht und dabei versehentlich in die Rotorblätter der Windräder kommt.

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Die Mitarbeiter des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) überprüften deshalb bereits vor der Hauptbrutzeit des Raubvogels die Gebiete um die saarländischen Windkraftanlagen. Insgesamt mussten 27 der 74 kontrollierten Windräder im Saarland stillgelegt werden, was über 36 Prozent entspricht. Umweltminister Reinhold Jost (SPD) sagte in diesem Zusammenhang der „Bild“: „Wir nehmen den Artenschutz sehr ernst und machen hier keine Kompromisse.“

Der Rotmilan ist eine hauptsächlich in Deutschland vorkommende Raubvogelart und wird in der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) sowie der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands geführt. Weltweit werden nur maximal 29.000 Brutpaare geschätzt.

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