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Marienhausklinik in St. Wendel unter massiver Kritik

Krankenhausaufsicht überprüft

Symbolfoto

St. Wendel. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi herrschen derzeit teils katastrophale Zustände in der St. Wendeler Marienhausklinik. Die Krankenhausaufsicht des saarländischen Gesundheitsministeriums prüft deshalb nun die Pflegesituation in dem saarländischen Krankenhaus. Dies bestätigte der Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kollig (CDU) dem SR.

Der Pflegebeauftragte der Gewerkschaft Michael Quetting erhebt schwere Vorwürfe gegen die Klinik. So seien für vier Intensivpatienten nur eine Pflegekraft zuständig. Bei den derzeit besonders wichtigen Beatmungsplätzen (insgesamt acht in der Marienhausklinik) seien nur eine Pflegekraft und zwei Azubis eingeteilt. Letztere werden derzeit voll eingesetzt.

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Auch auf den Normalstationen ist die Situation nicht besser: So soll dort für 15 Patienten nur eine Pflegekraft zuständig sein, im Nachtdienst sogar nur eine Pflegekraft auf der gesamten Station! Laut Quetting seien alle pflegerischen Standards außer Kraft gesetzt. Er beschreibt die Situation in der Marienhausklinik als lebensgefährlich, unverantwortlich und gesundheitsgefährdend.

Der Krankenhausträger wollte zu den Anschuldigungen keine Angaben machen. Internen Mitteilungen zufolge soll die Marienhaus Unternehmensgruppe jedoch massive finanzielle Probleme haben, wofür auch ein Schreiben an Gesundheitsminister Jens Spahn spricht, indem um weitere Hilfen für Kliniken in der Corona-Krise gebeten wurde.

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