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Ministerpräsident Hans verteidigt Kirchenschließungen zu Ostern

Schmerzhafte Schutzmaßnahmen

Quelle: saarland.de
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Saarbrücken. In einem offenen Brief hat sich Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) an die Gläubigen im Saarland gewendet. Hierin drückt er sein Bedauern darüber aus, dass über die Osterfeiertage keine öffentlichen Messen stattfinden dürfen und betont, wie wichtig der Glaube im Leben vieler Menschen sei.

„Es ist der saarländischen Landesregierung nicht leichtgefallen, die Kirchen, Synagogen, Moscheen, Gebets- und Versammlungsräume im Saarland für religiöse Feiern zu schließen,“ so Hans. „Umso größer sind mein Respekt und meine Anerkennung, dass in allen Religionsgemeinschaften im Saarland die gerade für gläubige Menschen schmerzhaften Schutzmaßnahmen so rasch umgesetzt wurden und auf ihre Einhaltung geachtet wird. Dafür danke ich Ihnen von Herzen!“

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Weiter bedankt er sich für die zahlreichen kreativen Ideen und neuen Formen der Seelsorge, die während der Corona-Krise entstanden sind, um Menschen auch weiterhin Teilhabe am religiösen Leben zu ermöglichen. „Ich danke den Pfarrerinnen und Pfarrern, den Geistlichen, den Imamen und allen Verantwortlichen in den Religionsgemeinschaften, die in der Seelsorge und dem Gottesdienstangebot ganz neue Wege gehen müssen,“ so Hans in dem offenen Brief.

Als starkes Zeichen des Zusammenhalts und der Solidarität sieht Ministerpräsident Hans, dass sich die christlichen Kirchen im Saarland, die Synagogengemeinde im Saarland und die Islamischen Religionsgemeinschaften darauf verständigt haben, jeden Abend um 19.30 Uhr zum Gebet aufzurufen. „Und es ist ein anschauliches Beispiel dafür, dass Verbindung auch da wachsen kann, wo wir räumlich Abstand halten müssen,“ erklärt der Politiker.

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Hans verweist darauf, wie schwer es für Gläubige ist, die kommenden religiösen Feste nicht im Rahmen der Familie oder der Gemeinde begehen zu können, hebt jedoch hervor, dass diese Maßnahmen notwendig zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 sind.

Abschließend sagt Ministerpräsident Hans:

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Ich wünsche daher allen Christinnen und Christen, allen Jüdinnen und Juden und allen Musliminnen und Muslimen in unserem Land, dass Sie trotz der Beschränkungen etwas von der Hoffnung und der Kraft, die diesen Festen eigen ist, erleben und spüren. Unsere religiösen Feste – gerade weil wir sie in diesem Jahr anders begehen müssen – können uns so stärken in unserer Hoffnung, dass wir gemeinsam diese Krise bewältigen können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen, dass Sie gesegnet durch diese schwierige Zeit gehen.

Offener Brief von MP Tobias Hans vom 9.4.20

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