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Grenze nach Frankreich: Wann kommt die Öffnung?

Einschränkungen wegen Covid-19

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Saarbrücken. Seit 25 Jahren sind die Grenzen zu unseren Nachbarn in Frankreich offen. Unzählige Saarländer arbeiten in Frankreich und gleichzeitig sind die französischen „Grenzpendler“ unersetzlich für unsere Wirtschaft. Für Viele waren geschlossene Grenzen zwischen Deutschland und Frankreich inzwischen unvorstellbar, doch nun ist es bereits seit mehreren Wochen Realität.

Der Anblick der deutsch-französischen Freundschaftsbrücke, die das saarländische Kleinblittersdorf mit dem lothringischen Grosbliederstroff fußläufig verbindet, kann als Symbol für die schwierige Situation unserer Grenzregion stehen:

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Angesichts der wirtschaftlichen Folgen aufgrund der Grenzkontrollen fordern verschiedene Wirtschaftsverbände nun eine Öffnung der Grenzen für den Warenverkehr. Dies sei laut dem Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, notwendig, um die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln aufrechtzuerhalten. Holger Bingmann, Chef des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), nennt die Grenzkontrollen „Teil des Problems und nicht der Lösung“.

Der saarländische Städte- und Gemeindetag und der Landkreistag Saarland sehen eine verfrühte Grenzöffnung nach Frankreich kritisch. „Es gilt nun, die Dauer der Beschränkungen mit allem, was möglich ist, zu begrenzen – aber erst wenn die Reproduktionszahlen deutlich zurückgehen, kann über eine Lockerung der Maßnahmen nachgedacht werden,“ so Patrick Lauer, der Vorsitzende des Landkreistages, in einer Pressemitteilung.

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Die weit greifenden Einschränkungen in der grenzüberschreitenden Bewegungsfreiheit werden von dem Präsidenten des saarländischen Städte- und Gemeindetags, Hermann Josef Schmidt, verteidigt. Er sagt: „Mit den derzeit bestehenden Regelungen ist es auch für Berufspendler weiterhin möglich, wenn auch etwas beschwerlicher, ihrer Arbeit in Deutschland nachzugehen. Wir hoffen alle, dass diese Einschränkungen möglichst bald beendet werden können.“

In der Pressemitteilung wird zusätzlich die Solidarität mit den Franzosen in Wort und Tat hervorgehoben:

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Wir haben Verständnis für Kollegen, besonders für die in unmittelbarer Grenznähe, die die Auswirkungen besonders stark spüren. Und wir beweisen unsere Solidarität mit den Freunden in Frankreich nicht nur durch symbolische Gesten wie das Freundschaftsvideo der saarländischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sondern auch durch handfeste Unterstützung unseres Landes bei der Versorgung schwerkranker COVID-19-Patienten aus Frankreich in saarländischen Kliniken.

Hermann Josef Schmidt in einer Pressemitteilung vom 4. April 2020

Das angesprochene Freundschaftsvideo der saarländischen BürgermeisterInnen haben wir hier für euch:

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