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Handy-App als Waffe gegen Corona-Ausbreitung

Keine Sammlung persönlicher Daten

Symbolfoto
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Wir alle leiden derzeit unter den drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Wenn man auf die Zahl der weltweiten Todesfälle blickt, sollte jedoch klar werden, warum diese Maßnahmen notwendig sind. Eine weitere Möglichkeit, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, wird derzeit von mehr als 130 Experten aus acht europäischen Ländern erarbeitet.

Das Projekt mit dem Namen „Pan European Privacy-Protecting Proximity Tracing“ (PEPP-PT)“ arbeitet seit Anfang März an einer Technologie, mit der Kontakte von Corona-Infizierten nachverfolgt werden sollen. Hierzu soll eine Handy-App verwendet werden, die mittels Bluetooth den Kontakt zu einer anderen Person erfasst. Im Gegensatz zu ähnlichen Applikationen in z.B. Südkorea oder Singapur soll diese jedoch keine persönlichen Daten der Nutzer sammeln. Es sollen keine Standortdaten erfasst werden und somit ist auch die Herstellung eines Bewegungsprofils nicht möglich.

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Wichtig für die App sind die Dauer eines Kontakts sowie der Abstand zwischen den beiden Geräten. Ein kurzes Vorbeigehen an einer anderen Person wird hierbei nicht erfasst, sondern erst nach einer bestimmten Zeitspanne wird die Information des Kontakts verschlüsselt auf dem Handy abgelegt. Die Informationen zu dieser Begegnung sollen daraufhin für 21 Tage gespeichert werden. Sollte nun eine Kontaktperson positiv auf Covid-19 getestet werden, wird der App-Nutzer gewarnt.

Da die App freiwillig sein soll, ist eine breite Akzeptanz der Bevölkerung entscheidend für den Erfolg der neuen Technologie. Darum ist den Experten eine Wahrung des Datenschutzes besonders wichtig. Inzwischen gibt es selbst von den „Datenschutzwächtern“ von Netzpolitik.org und dem Chaos Computer Club Zustimmung für diese Pläne.

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Zum Test der App hat die Bundeswehr bereits Unterstützung angeboten: Am Nachmittag soll in einer Berliner Kaserne ein Praxistest mit Hilfe von Soldaten und Soldatinnen stattfinden.

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